28. Februar 2017 romanstork

Plastikfasten – 7 Tipps zum Einsteigen

Morgen fängt mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit an. Für viele Menschen bedeutet das den 40 Tage langen, freiwilligen Verzicht auf Süßigkeiten, Alkohol oder Fleisch. Wie wäre es aber mal, zum Wohle der Umwelt zu fasten?

Wir haben uns von der Idee des “Plastikfastens” der zwei Autorinnen Nadine Schubert und Anneliese Bunk des Spiegel-Bestsellers “Besser leben ohne Plastik” inspirieren lassen. Sie möchten die Menschen dazu aufrufen, in der Fastenzeit sorgsamer mit ihrem Konsum umzugehen. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass Plastik sparen nicht bedeutet, zu verzichten.

Aus einem Interview von Utopia mit Bunk und Schubert haben wir ein paar Einsteigertipps zum Plastikfasten für euch zusammengefasst:

 

1. Möglichst unverpackte Lebensmittel kaufen

plastikfasten-apfel

Obst und Gemüse werden oft unnötig in Plastik verpackt. Unverpackt kann man viel einfacher die gewünschte Menge mitnehmen und in seiner selbst mitgebrachten Stofftasche verstauen. Außerdem sind Joghurt und Milch im Glas eine müllfreie Alternative. Auch gibt es immer mehr Unverpackt-Geschäfte, wie zum Beispiel Annas Unverpacktes in Heidelberg, in denen man alles mögliche – von Gewürzen bis Zahnpasta – kaufen und in die mitgebrachten Behälter füllen kann. Auch auf dem lokalen Markt kann man lose, regionale Lebensmittel kaufen, die oft sogar um einiges besser schmecken, als die aus dem Supermarkt.

 

2. Leitungswasser statt Flaschenwasser

plastikfasten-maBottle

Statt die schweren Wasserflaschen vom Supermarkt nach Hause zu tragen und dann die vielen Pfandflaschen wieder zurückzubringen, kann man ganz einfach und ohne Bedenken das Leitungswasser aus wiederverwendbaren Glasflaschen trinken. Denn Leitungswasser ist in Deutschland sogar das am besten kontrollierteste Lebensmittel. Dass das nicht nur umweltfreundlich und weniger anstrengend ist, sondern auch stylisch sein kann, beweist z.B. unsere MA Bottle, die es bald wieder im Handel geben wird

 

3. Kaffeekapseln vermeiden

plastikfasten-kaffee

Jährlich entstehen durchschnittlich 4.000 Tonnen Plastik und Aluminium Müll durch den Kaffeekapselverbrauch. Zusätzlich sind Kaffeekapseln ein teures Wegwerfprodukt; der Kaffee kann bis zu sechsmal so viel kosten wie normales Kaffeepulver. Wer seine Kapselkaffeemaschine jedoch nicht gleich wegschmeißen will, kann sich auch befüllbare Kapseln kaufen, die man wiederverwenden kann.

 

4. Seife statt Duschgel

plastikfasten-seife

Seife ist eine tolle Alternative zu der aus Plastik bestehenden Duschgelflasche. Dadurch vermeidet man nicht nur den Plastikmüll – feste Seife bringt zusätzlich noch einige Vorteile gegenüber des flüssigen Waschmittels mit sich: Man kann mit ihr viel sparsamer umgehen, sie lässt sich meistens aus nachwachsenden und natürlichen Rohstoffen herstellen und sie benötigt keine Konservierungsstoffe. Außerdem gibt es eine unzählige Auswahl an Düften, die man sich regional besorgen kann. Viele schwören auch auf die Verwendung von Seife, da sie rückfettend ist und damit trockener Haut vorbeugt.

 

5. Pflanzenöl/Kokosöl statt Feuchttüchern und Make-Up Entferner

plastikfasten-kokosnuss

Ein weiterer Kosmetiktipp ist das Verwenden von Pflanzenöl oder Kokosöl zum Make-Up Entfernen. Das ist um einiges hautfreundlicher und weniger aggressiv, und trotzdem genauso wirksam. Vor allem Kokosöl spendet zusätzlich Feuchtigkeit und lindert Rötungen und Sonnenbrand.

 

6. Plastikfreie Basics besitzen

plastikfasten-einkaufskorb

Zusammenfassend nennt Schubert plastikfreie Basics, die man besitzen sollte. Darunter gehören Alternativen zu Plastiktüten – egal ob Stofftüte, Einkaufskorb oder Baumwolltasche – wiederverwendbare Trinkflaschen, Thermobecher und Brotdosen aus Edelstahl. Auch müssen viele Dinge nicht extra neu gekauft werden; Alte Marmeladengläser kann man z.B. gut als Lebensmittelbehälter benutzen.

 

7. Den Erfolg messen

plastikfasten-sonnenuntergang

Um zu sehen, wie sich der gesamte Plastikmüll während der Fastenzeit reduziert hat, kann man den Müll in einem Glas oder einer Tüte sammeln. Nach 40 Tagen ohne Plastik gehen laut Schubert einige Handgriffe schon von selbst und werden somit in den Alltag integriert.

Wir sind von der Idee begeistert und werden uns dieser Challenge stellen. Falls wir auch euch zum Plastikfasten inspiriert haben, lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen und berichtet von euren Ergebnissen. Wir sind gespannt!

Weitere Tipps werden während der Fastenzeit täglich auf www.plastikfasten.info veröffentlicht. Dort findet ihr auch Informationen zu der Vortragsreihe Plastikfasten, die u.a. auch in Karlsruhe und Stuttgart stattfindet.

Ursprünglicher Artikel: https://utopia.de/ratgeber/plastikfasten/

 


Über die Autorin:

Mila OngMila Ong
Public Relations
Mila studiert Medien- und Kommunikationswissen­schaften mit BWL an der Universität Mannheim und ist Teil des Public Relations Ressorts. Sie kommt aus einer kleinen gemütlichen Stadt namens Herrenberg bei Stuttgart, hat sich jedoch schon seit Herbst 2016 gut im Jungbusch in Mannheim eingelebt. In ihrer Freizeit liebt sie es neue Dinge zu entdecken und herumzureisen.

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