Wohlstand ohne Wachstum

Podiumsdiskussion zur Postwachstumsökonomie

Wir wollen immer schneller, größer, besser werden und höher hinaus – doch kann ständiges Wachstum auf Dauer aufrecht erhalten werden –  und wenn ja, zu welchem Preis? Nicht nur der Klimawandel, sondern auch Schuldenkrisen, die Verknappung von Ressourcen sowie Ergebnisse der Glücksforschung zeigen, dass ein Umdenken unserer Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit und Suffizienz immer nötiger wird.

Fortschritt ist ein rein additiver Vorgang, der auf konstantem Wachstum basiert

Mit dem Lehrstuhl für Corporate Social Responsibility der Universität Mannheim veranstalten wir im Rahmen des Kurses CC504 CSR eine Podiumsdiskussion, in der die spannende und kontroverse Thematik der Postwachstumsökonomie (PWÖ) aus den verschiedenen Blickwinkeln der Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert werden soll.

Der Fokus der Diskussion liegt auf dem Wertewandel innerhalb gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturen sowie der Verantwortungsübernahme, nicht nur seitens der Unternehmen, sondern auch der Konsumenten.

Durch die Aufstellung von hochkarätigen Diskutanten wird ein einzigartiger Einblick in dieses faszinierende und gesellschaftlich relevante Thema geboten:
Wir haben es geschafft, Persönlichkeiten wie PWÖ-Begründer apl. Prof. Dr. Niko Paech, Chefredakteur des Magazins enorm Marc Winkelmann, CSR Vorstand Dr. Johannes Merck der Otto Group, Grünen Politiker Dieter Janecek (MdB) sowie Mannheimer Absolventen Dr. Alexander Brunst von Caterwings für diese brisante Diskussion zu begeistern und freuen uns auf ihre Beiträge.

Wann: Mittwoch, der 08.03.2017, Einlass 19.00 / Beginn 19.30
Wo: Audimax Hörsaal, Universität Mannheim, A3, 1, 68159 Mannheim
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Niko Paech

„Der Klimawandel, Schuldenkrisen, die Verknappung jener Ressourcen, auf deren kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang ba­sier­te, sowie Befunde der Glücksforschung zeigen, dass die Wachstumsparty vorbei ist. Folglich sind die Möglichkeiten einer Post­wachs­tums­öko­no­mie auszuloten. Ein prägnanter Rückbau geldbasierter Versorgungssysteme ist vonnöten. Suffizienz, moderne Subsistenz und kürzere Versorgungsketten werden dann wichtige Gestaltungsoptionen sein.“

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Dieter Janecek

„In der Frage der Entkopplung von Wachstum und Umweltverbrauch müssen wir uns frei machen, vom Zwang wachsen zu müssen. Dazu braucht es Strategien, in denen wir effiziente Technologien mit sozialen Innovationen im Sinne von Suffizienz zusammendenken. Wir Grüne wollen den Menschen ein Angebot zu mehr Lebensqualität machen, was etwas anderes ist, als ihnen immer nur ein mehr an materiellem Wohlstand zu versprechen.“

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Alexander Brunst

„Wir befinden uns zwar in Europa insgesamt in einer Postwachstumsökonomie, aber durch die Digitalisierung auch in der Phase der schnellsten Disruption sämtlicher Wirtschaftsbereiche aller Zeiten. So ist es möglich, dass ein Unternehmen wie UBER nach weniger als 10-jähriger Unternehmensgeschichte eine höhere Bewertung erzielt als eine Deutsche Bank. Der Standort Berlin ist in Deutschland ein Paradebeispiel für die Entstehung solch innovativer Geschäftsmodelle, die inzwischen tausende von Arbeitsplätzen geschaffen hat.“

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Johannes Merck

„Es ist absehbar, dass von der Seite der Nachfrage her keine ausreichenden Impulse gesetzt werden, um unternehmerische Konzepte im Sinne einer Postwachstumsökonomie zu stimulieren. Der Einstieg in eine konsequent ressourceneffiziente Wirtschaft kann nur von allen gesellschaftlichen Akteuren gemeinsam realisiert werden, so dass Staat, Wissenschaft, Unternehmen und Verbraucher gefordert sind, gemeinsam kreativ zusammen zu arbeiten.“

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    Marc Winkelmann

    „Marc Winkelmann hat enorm mit gegründet und ist seit 2013 Chefredakteur. Zuvor hat er mehrere Jahre als freier Journalist für Zeitungen, Entwicklungsredaktionen und Magazine gearbeitet, darunter Süddeutsche Zeitung, Handelsblatt, Tagesspiegel, Lufthansa Magazin, Vanity Fair und Spiegel Online.“

      Infinity Mannheim ist sich seiner Verantwortung für Gleichberechtigung bewusst und arbeitet nach Kräften an einer ausgeglichenen Diskussionsrunde. Dabei haben terminliche Differenzen der Eingeladenen ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis bisher leider nicht zustande kommen lassen.

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